Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für Veranstaltungen, Lehrgänge, Onlinekurse und digitale Leistungen der Mauritiushof NaturAkademie MNA
Stand: 10. August 2026
§ 1 Vertragspartner und Geltungsbereich
(1) Vertragspartner ist:
Mauritiushof NaturAkademie MNA – Dr. med. univ. Dieter Schaufler
Rappoltschlag 13
3914 Waldhausen
Österreich
Telefon: +43 (0) 2877 20059
E-Mail: info@zentrum-mauritiushof.at
UID: ATU39445702
im Folgenden „MNA“.
(2) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über Seminare, Workshops, Fortbildungen, Einzelveranstaltungen, Einzelstunden, Schnupperangebote, Diplomlehrgänge, modulare Ausbildungen, Onlinekurse, Livestreams, digitale Lernangebote und sonstige Bildungsleistungen der MNA.
(3) Diese AGB gelten sowohl für Verbraucherinnen und Verbraucher als auch für Unternehmerinnen und Unternehmer, sofern bei einzelnen Bestimmungen nicht ausdrücklich eine abweichende Regelung vorgesehen ist.
(4) Verbraucherin oder Verbraucher ist eine Person, für die das betreffende Rechtsgeschäft nicht zum Betrieb ihres Unternehmens gehört. Unternehmerin oder Unternehmer ist eine Person, für die das Rechtsgeschäft zum Betrieb ihres Unternehmens gehört.
(5) Diese AGB werden Vertragsbestandteil, wenn sie den Kundinnen und Kunden vor Abgabe ihrer Vertragserklärung zugänglich gemacht wurden und ihrer Geltung zugestimmt wurde.
(6) Individuell getroffene Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB. Zu Beweiszwecken sollen individuelle Vereinbarungen in Textform, insbesondere per E-Mail, festgehalten werden. Zwingende gesetzliche Vorschriften bleiben unberührt.
(7) Für einzelne Lehrgänge können ergänzende Lehrgangs-, Teilnahme-, Prüfungs- oder Abschlussordnungen gelten, sofern vor Vertragsabschluss deutlich auf diese hingewiesen wurde und sie den Kundinnen und Kunden zugänglich gemacht wurden. Bei Widersprüchen haben individuelle Vereinbarungen und die konkrete Leistungsbeschreibung Vorrang.
(8) Es gilt jeweils jene Fassung dieser AGB, die den Kundinnen und Kunden bei Abschluss des betreffenden Vertrags bereitgestellt wurde.
§ 2 Anmeldung und Vertragsabschluss
(1) Die Anmeldung zu einer Veranstaltung, einem Modul, einem Lehrgang oder einem digitalen Angebot kann über den Webshop, per E-Mail oder über einen anderen von der MNA angebotenen Anmeldeweg erfolgen.
(2) Die Darstellung von Veranstaltungen, Modulen, Lehrgängen und digitalen Angeboten auf der Website, im Webshop, in Prospekten oder in sonstigen Informationsmaterialien stellt grundsätzlich kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung dar.
(3) Mit dem Absenden der Bestellung gibt die Kundin oder der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags über die ausgewählte Leistung ab.
(4) Bei einer zahlungspflichtigen Onlinebestellung werden unmittelbar vor Abgabe der Bestellung insbesondere die wesentlichen Merkmale der Leistung, der Gesamtpreis, die Vertrags- beziehungsweise Zugangsdauer und gegebenenfalls bestehende Kündigungs- oder Verlängerungsbedingungen übersichtlich dargestellt. Die Bestellung wird über eine eindeutig als zahlungspflichtig gekennzeichnete Schaltfläche abgegeben.
(5) Der Vertrag kommt durch eine ausdrückliche Buchungsbestätigung der MNA per E-Mail oder durch die Freischaltung des gebuchten Zugangs zustande. Eine bloße automatisierte Eingangsbestätigung stellt nur dann bereits eine Vertragsannahme dar, wenn dies darin ausdrücklich erklärt wird.
(6) Nach Vertragsabschluss erhalten die Kundinnen und Kunden innerhalb angemessener Frist eine Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger, insbesondere per E-Mail. Diese enthält beziehungsweise übermittelt die wesentlichen Vertragsinformationen, die vereinbarten AGB, die Widerrufsbelehrung, das Muster-Widerrufsformular und gegebenenfalls die Erklärungen zum vorzeitigen Leistungsbeginn.
(7) Anmeldungen werden nach Maßgabe der verfügbaren Plätze und grundsätzlich in der Reihenfolge ihres Einlangens berücksichtigt.
(8) Sofern nicht ausdrücklich ein Gesamtlehrgang, ein Gesamtpaket oder eine Kombination mehrerer Leistungen gebucht wird, stellt jedes Basismodul, Einzelmodul beziehungsweise jede Einzelveranstaltung eine eigenständige vertragliche Leistung dar. Mit der Buchung eines einzelnen Moduls entsteht keine Verpflichtung zur Buchung weiterer Module oder des gesamten Lehrgangs.
(9) Vertrags-, Unterrichts- und Kommunikationssprache ist Deutsch.
§ 3 Leistungsumfang, Bildungsabschluss und berufliche Berechtigungen
(1) Inhalt und Umfang der gebuchten Leistung ergeben sich aus der zum Zeitpunkt der Buchung geltenden Leistungsbeschreibung, der Buchungsbestätigung, gegebenenfalls einer ergänzenden Lehrgangs- oder Prüfungsordnung und diesen AGB.
(2) Voraussetzungen für die Teilnahme, erforderliche Vorkenntnisse, Anwesenheitspflichten, Prüfungen, Tests, Supervisionen, Praxisanteile, Projekte, Abschlussarbeiten und sonstige Bedingungen für den erfolgreichen Abschluss werden in der jeweiligen Leistungsbeschreibung beziehungsweise Lehrgangsordnung bekannt gegeben.
(3) Teilnahmebestätigungen, Zertifikate und Diplome werden nur ausgestellt, wenn die dafür vorgesehenen fachlichen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören insbesondere die erfolgreiche Absolvierung der vorgeschriebenen Inhalte, Prüfungen und Leistungen sowie die vollständige Bezahlung der fälligen Teilnahmebeiträge.
(4) Die von der MNA ausgestellten Zertifikate und Diplome sind, sofern in der konkreten Leistungsbeschreibung nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben wird, private Bildungsabschlüsse. Sie begründen für sich allein keine staatliche Berufsberechtigung, Gewerbeberechtigung, Berechtigung zur Führung einer gesetzlich geschützten Berufsbezeichnung oder Berechtigung zur Ausübung eines gesetzlich geregelten Gesundheits-, Therapie-, Psychologie-, Psychotherapie-, Sozial-, Pädagogik- oder Beratungsberufs.
(5) Welche Tätigkeiten eine Absolventin oder ein Absolvent beruflich ausüben darf, hängt insbesondere von der persönlichen Grundqualifikation, einer allenfalls erforderlichen Berufs- oder Gewerbeberechtigung und den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen ab.
(6) Tätigkeiten im medizinischen, psychotherapeutischen, psychologischen, therapeutischen, pädagogischen, psychosozialen oder sonstigen gesetzlich geregelten Bereich dürfen nur innerhalb einer bereits vorhandenen gesetzlichen Berufsberechtigung und unter Einhaltung der dafür geltenden Rechtsvorschriften ausgeübt werden.
(7) Soweit die MNA oder ein bestimmtes Bildungsangebot durch eine externe Einrichtung zertifiziert, anerkannt oder qualitätsgesichert ist, ergibt sich der genaue Umfang dieser Zertifizierung ausschließlich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung. Eine Zertifizierung der Akademie ist nicht automatisch mit einer staatlichen Anerkennung jedes einzelnen Lehrgangs oder Abschlusses gleichzusetzen.
(8) Die MNA schuldet die fachgerechte und vertragsgemäße Durchführung der gebuchten Bildungsleistung, jedoch keinen bestimmten persönlichen, beruflichen, wirtschaftlichen, therapeutischen oder prüfungsbezogenen Erfolg.
§ 4 Onlinekurse, Lernplattform und digitale Leistungen
(1) Umfang, Beginn und Dauer eines digitalen Zugangs ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung und der Buchungsbestätigung.
(2) Zugangsdaten zu einer Lernplattform oder zu digitalen Inhalten sind persönlich und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Die Kundinnen und Kunden sind verpflichtet, ihre Zugangsdaten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
(3) Die für die Nutzung erforderlichen technischen Voraussetzungen, insbesondere ein geeignetes Endgerät, eine aktuelle Browsersoftware, eine funktionierende E-Mail-Adresse und eine ausreichend stabile Internetverbindung, werden in der Leistungsbeschreibung bekannt gegeben beziehungsweise ergeben sich aus den üblichen technischen Anforderungen des jeweiligen digitalen Angebots.
(4) Kurzfristige technisch notwendige Wartungsarbeiten oder vorübergehende, von der MNA nicht vermeidbare technische Störungen können auftreten. Die MNA wird erhebliche Störungen innerhalb angemessener Frist beheben. Wird die vertragsgemäße Nutzung wesentlich beeinträchtigt, bleiben die gesetzlichen Gewährleistungsrechte unberührt. Erforderlichenfalls wird die Zugangsdauer angemessen verlängert.
(5) Änderungen einer über einen bestimmten Zeitraum bereitgestellten digitalen Leistung erfolgen nur aus einem sachlich gerechtfertigten Grund, insbesondere zur Verbesserung der Sicherheit oder Funktionsfähigkeit, zur Anpassung an technische oder gesetzliche Anforderungen, zur Herstellung der Kompatibilität mit aktuellen Systemen oder zur Verhinderung von Missbrauch.
(6) Änderungen digitaler Leistungen dürfen für die Kundinnen und Kunden keine zusätzlichen Kosten verursachen. Beeinträchtigt eine Änderung den Zugang oder die Nutzung mehr als nur geringfügig, werden die betroffenen Kundinnen und Kunden nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen im Voraus klar und verständlich auf einem dauerhaften Datenträger informiert. Gesetzliche Rechte auf kostenfreie Vertragsauflösung bleiben unberührt.
(7) Bei schwerwiegendem Missbrauch eines Zugangs, insbesondere bei Weitergabe persönlicher Zugangsdaten, unerlaubter Verbreitung von Lehrmaterialien oder Eingriffen in die Lernplattform, kann die MNA den Zugang nach vorheriger Aufforderung zur Unterlassung vorübergehend sperren. Bei unmittelbarer Gefahr für die Lernplattform, andere Nutzerinnen oder Nutzer oder die Rechte der MNA kann eine sofortige Sperre erfolgen. Gesetzliche Rechte der Vertragsparteien bleiben unberührt.
(8) Für digitale Leistungen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern gelten ergänzend die zwingenden Bestimmungen des Verbrauchergewährleistungsgesetzes.
§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Es gilt der bei der Bestellung angegebene Gesamtpreis. Alle verpflichtenden Preisbestandteile werden vor Abschluss der Bestellung ausgewiesen.
(2) Die umsatzsteuerliche Behandlung ergibt sich aus der jeweiligen Rechnung. Eine Umsatzsteuerbefreiung wird nur angewendet, soweit deren gesetzliche Voraussetzungen im konkreten Fall erfüllt sind.
(3) Soweit nicht ausdrücklich eine andere Zahlungsfrist vereinbart wurde, ist der Rechnungsbetrag nach Rechnungserhalt ohne Abzug und spesenfrei zur Zahlung fällig.
(4) Die Verrechnung erfolgt in Euro.
(5) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Mahn-, Inkasso- und Rechtsverfolgungskosten werden gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern nur verlangt, soweit sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendig, angemessen und zur offenen Forderung verhältnismäßig sind.
(6) Eine verspätete Teilnahme, freiwillige Nichtnutzung oder ein freiwilliger Abbruch einer gebuchten Leistung führt grundsätzlich nicht zu einer automatischen Reduktion des vereinbarten Preises. Gesetzliche Widerrufs-, Gewährleistungs-, Schadenersatz- und außerordentliche Beendigungsrechte bleiben unberührt.
§ 6 Vertraglich eingeräumte Stornierung
(1) Die Bestimmungen dieses Paragraphen betreffen ausschließlich eine freiwillig von der MNA eingeräumte vertragliche Stornierung. Gesetzliche Widerrufs- beziehungsweise Rücktrittsrechte nach dem Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz, Gewährleistungsrechte und sonstige zwingende gesetzliche Rechte werden dadurch weder eingeschränkt noch mit einer Stornogebühr belastet.
(2) Stornierungen sollen zur eindeutigen Zuordnung in Textform, insbesondere per E-Mail, erklärt werden.
(3) Für Veranstaltungen mit einem festgelegten Beginn gelten, sofern in der konkreten Leistungsbeschreibung keine günstigere Regelung vorgesehen ist, folgende Bedingungen:
a) Bis einschließlich 14 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn ist eine Stornierung kostenfrei möglich.
b) Bei einer Stornierung innerhalb von 13 Kalendertagen vor Veranstaltungsbeginn kann die MNA 50 Prozent des Teilnahmebeitrags als pauschalierten Schadenersatz verlangen. Der Kundin oder dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass der MNA kein oder ein wesentlich geringerer Nachteil entstanden ist. Ersparte Aufwendungen und eine anderweitige Vergabe des Teilnahmeplatzes werden angerechnet.
c) Ab Beginn der Veranstaltung besteht kein zusätzliches vertragliches Recht auf Stornierung. Bei Nichtteilnahme oder freiwilligem Abbruch bleibt der vereinbarte Teilnahmebeitrag grundsätzlich fällig. Ersparte Aufwendungen und eine anderweitige Verwertung der Leistung werden angerechnet. Der Kundin oder dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass der MNA kein oder ein wesentlich geringerer Nachteil entstanden ist.
(4) Bei befristeten reinen On-Demand-Onlineangeboten besteht nach Ablauf oder wirksamem Entfall des gesetzlichen Widerrufsrechts und nach Freischaltung des Zugangs grundsätzlich kein zusätzliches vertragliches Rückerstattungsrecht wegen bloßer Nichtnutzung, sofern in der jeweiligen Leistungsbeschreibung nichts anderes vereinbart wurde. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
(5) Vor Beginn einer Veranstaltung kann eine geeignete Ersatzperson kostenfrei namhaft gemacht werden, sofern die erforderlichen Teilnahmevoraussetzungen erfüllt sind und keine persönlichen, prüfungsbezogenen, sicherheitsbezogenen oder lehrgangsorganisatorischen Gründe entgegenstehen.
(6) Eine Übertragung auf eine Ersatzperson kann insbesondere dann ausgeschlossen sein, wenn bereits ein persönlicher Lernplattformzugang verwendet, ein individueller Lernfortschritt dokumentiert oder eine personenbezogene Prüfungs- oder Zertifizierungsleistung begonnen wurde.
§ 7 Gesetzliches Widerrufs- beziehungsweise Rücktrittsrecht
(1) Verbraucherinnen und Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen grundsätzlich das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurückzutreten beziehungsweise den Vertrag zu widerrufen.
(2) Bei Verträgen über Dienstleistungen, digitale Dienstleistungen und nicht auf einem körperlichen Datenträger bereitgestellte digitale Inhalte beträgt die Widerrufsfrist 14 Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
(3) Zur Ausübung des Widerrufsrechts genügt eine eindeutige Erklärung, aus der der Entschluss zum Widerruf des Vertrags hervorgeht. Das gesetzliche Muster-Widerrufsformular kann verwendet werden, ist aber für die Verbraucherin oder den Verbraucher nicht verpflichtend.
(4) Die Widerrufsfrist ist gewahrt, wenn die Widerrufserklärung vor Ablauf der Frist abgesendet wird. Wurde nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht informiert, verlängert sich die Widerrufsfrist nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen.
(5) Verlangt die Verbraucherin oder der Verbraucher ausdrücklich, dass die MNA bereits während der Widerrufsfrist mit der Erbringung einer Dienstleistung beginnt, und wird der Vertrag vor vollständiger Leistungserbringung widerrufen, kann die MNA einen angemessenen anteiligen Betrag für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung verlangen. Voraussetzung dafür ist, dass die Verbraucherin oder der Verbraucher zuvor ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht und die mögliche anteilige Zahlungspflicht informiert wurde.
(6) Bei einem Vertrag über Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Dienstleistung nur dann, wenn die Verbraucherin oder der Verbraucher ausdrücklich verlangt beziehungsweise zugestimmt hat, dass die MNA vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Vertragserfüllung beginnt, und bestätigt hat, zur Kenntnis genommen zu haben, dass das Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung erlischt.
(7) Bei digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger bereitgestellt werden, kann das Widerrufsrecht mit Beginn der Vertragserfüllung nur dann erlöschen, wenn sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören insbesondere:
a) die ausdrückliche Zustimmung zum Beginn der Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist,
b) die ausdrückliche Bestätigung, zur Kenntnis genommen zu haben, dass dadurch das Widerrufsrecht verloren geht, und
c) die gesetzlich erforderliche Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger.
(8) Gesetzliche Ausnahmen vom Widerrufsrecht gelten ausschließlich, wenn die Voraussetzungen der jeweiligen gesetzlichen Ausnahme im konkreten Fall erfüllt sind und darüber vor Vertragsabschluss ordnungsgemäß informiert wurde. Die gesetzliche Ausnahme für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen mit einem bestimmten Termin oder Zeitraum wird nicht pauschal auf sämtliche Bildungsangebote der MNA angewendet, sondern nur, wenn das konkret gebuchte Angebot nach seiner Art tatsächlich unter diese Ausnahme fällt.
(9) Bei einem wirksamen Widerruf werden die empfangenen Zahlungen unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen nach Eingang der Widerrufserklärung, mit demselben Zahlungsmittel zurückgezahlt, das bei der ursprünglichen Zahlung eingesetzt wurde, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Gesetzlich zulässige anteilige Beträge nach Abs. 5 bleiben vorbehalten.
(10) Für die Ausübung eines gesetzlichen Widerrufsrechts wird keine Stornogebühr nach § 6 dieser AGB verrechnet.
(11) Für Verbraucherverträge, die ab dem 1. Oktober 2026 über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossen werden, stellt die MNA, soweit gesetzlich erforderlich, zusätzlich eine leicht zugängliche Online-Rücktrittsfunktion mit einer eindeutigen Bezeichnung wie „Vertrag widerrufen“ bereit. Die endgültige Bestätigung erfolgt über eine eindeutig bezeichnete Bestätigungsfunktion. Nach Übermittlung der Online-Widerrufserklärung wird unverzüglich eine Eingangsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger versendet.
§ 8 Änderungen und Absagen durch die MNA
(1) Die MNA kann organisatorisch notwendige und sachlich gerechtfertigte geringfügige Änderungen vornehmen, beispielsweise Änderungen von Beginnzeiten, Räumen, Unterrichtsreihenfolgen oder Vortragenden. Voraussetzung ist, dass der Gesamtcharakter, der wesentliche Inhalt und der Wert der gebuchten Leistung erhalten bleiben.
(2) Vortragende können insbesondere bei Erkrankung, Verhinderung oder aus organisatorischen Gründen durch fachlich geeignete Personen ersetzt werden.
(3) Bei einer wesentlichen Änderung, die für die Teilnehmerin oder den Teilnehmer nicht zumutbar ist, bietet die MNA nach Möglichkeit eine Umbuchung oder eine fachlich und wirtschaftlich gleichwertige Ersatzleistung an. Wird keine geeignete Ersatzleistung angeboten oder angenommen, werden die auf den betroffenen Leistungsteil entfallenden Beiträge zurückerstattet.
(4) Eine Präsenzveranstaltung kann bei behördlichen Vorgaben, höherer Gewalt, sicherheitsrelevanten Umständen oder vergleichbaren sachlichen Gründen digital durchgeführt werden, sofern das digitale Format fachlich gleichwertig und für die Teilnehmenden zumutbar ist.
(5) Wesentliche praktische Inhalte, insbesondere Übungen mit Tieren oder andere vor Ort erforderliche Praxiselemente, werden nicht ersatzlos durch rein theoretische Onlineinhalte ersetzt. Kann ein praktischer Leistungsteil nicht gleichwertig durchgeführt werden, wird ein Ersatztermin, eine geeignete Ersatzleistung oder eine anteilige Rückerstattung angeboten.
(6) Muss eine Veranstaltung von der MNA endgültig abgesagt werden, werden bereits bezahlte Beiträge für die nicht erbrachte Leistung vollständig zurückerstattet oder auf ausdrücklichen Wunsch der Kundin oder des Kunden für eine Ersatzveranstaltung gutgeschrieben.
(7) Weitergehende Ansprüche, insbesondere wegen Reise- oder Übernachtungskosten, richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. Zwingende Ansprüche wegen eines von der MNA zu vertretenden Verhaltens bleiben unberührt.
§ 9 Teilnahme, Sicherheit und Ausschluss
(1) Teilnehmende haben organisatorische, sicherheitsbezogene, tierschutzrechtliche und fachliche Anweisungen der MNA sowie der eingesetzten Vortragenden zu beachten.
(2) Bei Veranstaltungen mit Tieren, körperlichen Übungen oder Outdooraktivitäten haben Teilnehmende eigenverantwortlich zu prüfen, ob ihre gesundheitlichen Voraussetzungen und gegebenenfalls die Voraussetzungen eines mitgebrachten Tieres eine sichere Teilnahme ermöglichen. Über erkennbare erhebliche Einschränkungen ist die MNA rechtzeitig zu informieren, soweit dies für die sichere Durchführung der Veranstaltung erforderlich ist.
(3) Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen Sicherheitsanweisungen, bei Gefährdung anderer Personen oder Tiere, bei erheblicher Störung einer Veranstaltung oder bei einem sonstigen wichtigen Grund kann eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer nach vorheriger Verwarnung von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen werden.
(4) Bei unmittelbarer Gefahr für Personen, Tiere, Einrichtungen oder den ordnungsgemäßen Ablauf einer Veranstaltung ist ein sofortiger Ausschluss ohne vorherige Verwarnung möglich.
(5) Die finanziellen Folgen eines Ausschlusses richten sich nach den Umständen des Einzelfalls und den gesetzlichen Bestimmungen. Ersparte Aufwendungen der MNA sind anzurechnen.
§ 10 Urheberrecht und Lehrmaterialien
(1) Lehrgangsunterlagen, Videos, Audiodateien, Präsentationen, Texte, Bilder, Tests, Fragenkataloge, Datenbanken und sonstige Inhalte der MNA sind urheberrechtlich geschützt, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist.
(2) Die bereitgestellten Inhalte dürfen im Rahmen der gebuchten Ausbildung persönlich genutzt werden. Dies umfasst auch ausdrücklich freigegebene Downloads und Ausdrucke für den eigenen Lern- und Ausbildungszweck.
(3) Eine darüber hinausgehende Vervielfältigung, Veröffentlichung, Weitergabe, öffentliche Zugänglichmachung, Bearbeitung oder kommerzielle Verwertung ist ohne ausdrückliche Zustimmung der MNA nicht gestattet.
(4) Nicht gestattet sind insbesondere die Weitergabe persönlicher Zugangsdaten, das Hochladen vollständiger Lehrmaterialien auf fremde Plattformen, die Weitergabe von Prüfungsfragen sowie nicht genehmigte Video- oder Audioaufzeichnungen aus Veranstaltungen, Livestreams oder Onlinekursen.
(5) Urheberrechte der Teilnehmenden an eigenen Arbeiten, Diplomarbeiten, Projektunterlagen und sonstigen selbst erstellten Inhalten verbleiben bei den jeweiligen Teilnehmenden.
(6) Die MNA erhält an eingereichten Arbeiten nur jene Nutzungsrechte, die für Prüfung, Bewertung, interne Qualitätssicherung, Dokumentation und Durchführung des Lehrgangs erforderlich sind.
(7) Eine darüber hinausgehende Veröffentlichung oder werbliche Verwendung von Arbeiten, Bildern, Videoaufnahmen oder personenbezogenen Aussagen erfolgt nur auf Grundlage einer gesonderten Vereinbarung beziehungsweise einer erforderlichen Einwilligung.
§ 11 Gewährleistung
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen.
(2) Für digitale Leistungen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern gelten insbesondere die zwingenden Bestimmungen des Verbrauchergewährleistungsgesetzes einschließlich der gegebenenfalls bestehenden Aktualisierungs-, Informations- und Abhilfepflichten.
(3) Beanstandungen können unter info@zentrum-mauritiushof.at bekannt gegeben werden. Gesetzliche Rechte und Fristen werden durch eine unterlassene formlose Beanstandung nicht eingeschränkt oder verkürzt.
§ 12 Haftung
(1) Gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern haftet die MNA nach den gesetzlichen Bestimmungen.
(2) Eine Haftungsbeschränkung gilt insbesondere nicht für Personenschäden, vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden sowie in Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.
(3) Gegenüber Unternehmerinnen und Unternehmern ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen, soweit keine wesentlichen Vertragspflichten betroffen sind. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Die Haftung für Personenschäden und zwingende gesetzliche Haftung bleiben unberührt.
(4) Unterrichtsinhalte und Lehrmaterialien dienen der Aus- und Weiterbildung. Sie ersetzen keine auf einen konkreten Einzelfall bezogene medizinische, psychotherapeutische, psychologische, tierärztliche, rechtliche, steuerliche oder sonstige individuelle fachberufliche Beratung.
(5) Für einen bestimmten persönlichen, beruflichen, wirtschaftlichen, therapeutischen oder sonstigen Erfolg wird keine Garantie übernommen. Die MNA haftet jedoch nach den gesetzlichen Bestimmungen für die vertragsgemäße Erbringung der vereinbarten Bildungsleistung.
§ 13 Datenschutz
(1) Personenbezogene Daten werden im Einklang mit den geltenden Datenschutzbestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung, verarbeitet.
(2) Nähere Informationen zu Verarbeitungszwecken, Rechtsgrundlagen, Speicherdauer, Empfängern, eingesetzten Lernplattformen und den Rechten betroffener Personen enthält die gesonderte Datenschutzerklärung der MNA.
(3) Soweit eine Einwilligung, beispielsweise für Werbung, Newsletter, Foto- oder Videoveröffentlichungen, erforderlich ist, wird diese gesondert, freiwillig und widerruflich eingeholt. Die Zustimmung zu diesen AGB ersetzt keine datenschutzrechtlich erforderliche Einwilligung.
§ 14 Beschwerden und alternative Streitbeilegung
(1) Fragen und Beschwerden können an info@zentrum-mauritiushof.at gerichtet werden.
(2) Soweit keine gesetzliche Verpflichtung oder bereits bestehende vertragliche Verpflichtung zur Teilnahme an einem alternativen Streitbeilegungsverfahren besteht, ist die Teilnahme für die MNA freiwillig.
(3) Kann in einer konkreten Verbraucherstreitigkeit keine Einigung erzielt werden, informiert die MNA die Verbraucherin oder den Verbraucher nach Maßgabe des Alternative-Streitbeilegung-Gesetzes auf einem dauerhaften Datenträger über die zuständige alternative Streitbeilegungsstelle und darüber, ob die MNA im konkreten Fall an einem Verfahren teilnehmen wird.
§ 15 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Es gilt österreichisches materielles Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Bei Verbraucherinnen und Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird.
(3) Für Verbraucherinnen und Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsbestimmungen.
(4) Für Verträge mit Unternehmerinnen und Unternehmern wird das sachlich zuständige Gericht am Sitz der MNA als ausschließlicher Gerichtsstand vereinbart.
(5) Ein Erfüllungsort am Sitz der MNA wird nur gegenüber Unternehmerinnen und Unternehmern vereinbart.
§ 16 Schlussbestimmungen
(1) Änderungen dieser AGB gelten grundsätzlich nur für künftig geschlossene Verträge. Änderungen bereits bestehender Verträge bedürfen einer entsprechenden vertraglichen oder gesetzlichen Grundlage.
(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen bestehen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
(3) Anstelle einer unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
